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By Hartmut Leppin (Hg.)

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Werte - Religion - Glaubenskommunikation: Eine Evaluationsstudie zur Erstkommunionkatechese

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IV. Die Fiktionalität der Mythos Eine weitere Strategie der panegyrischen Überbietung, die in Claudians Gedichten in immer neuen Variationen zur Anwendung kommt, besteht darin, die Fiktionalität mythischer Begebenheiten gegen den Wahrheitsgehalt der zeitgeschichtlichen Ereignisse auszuspielen. Die Kritik am mangelnden Wahrheitsgehalt des Mythos hat in  Die Stelle ist verzeichnet bei H. ), Claudians Gedicht vom Gotenkrieg, Berlin 1927, 64. Ein ähnliches Bild findet sich auch bei Libanius or. 13,42 Bd.

M. Mause, Die Darstellung des Kaisers in der lateinischen Panegyrik, Stuttgart 1994, 69; F. Kolb, Herrscherideologie in der Spätantike, Berlin 2001, 167– 171.  Vgl. XII Panegyrici Latini, rec. brevique adnotatione critica instruxit R. A. B. Mynors, Oxford 1964, 294 (Index nominum s. v. Hercules). Auch in der nachantiken Herrscherlegitimation sind Verweise auf Hercules häufig, vgl. W. Sparn, Hercules Christianus. Mythographie und Theologie in der frühen Neuzeit, in: W. ), Mythographie der frühen Neuzeit.

An die Stelle von nefas, crimen und einer dubitanda gloria, von invisus sanguis, luctus und civilis strages in den Beispielen von Orestes und Octavian treten auf Seiten des Honorius die juristisch und ethisch einwandfreie causa patris, die salus rerum und schließlich libertas. Die Rechtlichkeit von Stilichos Handeln wird gegen die Primitivität des Mythos abgegrenzt; Octavian, der mythenkonform handelte, wird ebenfalls politische Unreife attestiert. In Honorius’ Handeln hingegen sind persönliche Emotionen und Allgemeinwohl nicht mehr diametral entgegengesetzt, sondern bilden eine Einheit: Der Herrscher überwindet die Unzulänglichkeiten und Fehler nicht nur seines mythischen, sondern auch seines politischen Vorgängers.

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